Samstag, 4. April 2026
Heute geht’s weiter. Es ist wieder sehr neblig. Die Landschaft besteht aus Bergen und viel Sand. In den Tälern ist es manchmal grün, vor allem wenn ein Wasser führender Fluss durchzieht. Vor allem wird Mais angebaut und vermehrt sehen wir jetzt auch Zuckerrohr.
Kommen wir in die Nähe des Pazifik ist der Nebel hartnäckig. Mehr Inland scheint meist die Sonne. Ich habe nicht gewusst, dass Peru so sandig ist. Ich habe mir das Land immer grün vorgestellt. Ist es auch, aber nicht entlang des Pazifik. Also der Norden von Peru besteht zum grössten Teil aus Sand und Hühnerställen.










In Paramonga steht eine Burg der Chimu. Sie ist wie eine Pyramide in 4 Stufen mit Lehmziegeln erbaut. Sie ist 30 Meter hoch. Wir halten an und wollen sie besichtigen. Ein Mann tritt unter den Bäumen hervor und verlangt 10 Sol. Wir wollen zuerst besichtigen. Ich laufe bis zur Mitte mit Manfred, dann steige ich wieder ab. Der Mann beginnt mit mir zu reden. Er läuft zu seinem Fahrrad und bringt mir 8 Früchte. Er lacht breit, von einem Ohr zum anderen. Ich weiss nicht wie die Früchte heissen. Ich glaube sie sind noch nicht reif. Morgen werde ich eine aufschneiden, dann weiss ich mehr.



















In Huarmey braucht Manfred eine Pause. Er kauft sich einen frischen Fruchtsaft und läuft herum. Ich bleibe im Camper sitzen und beobachte die Menschen. Ein Mann sitzt auf einem umgedrehten Eimer. Er trägt eine Weste, die ihn als jemand wichtigen auszeichnen soll. Um den Hals trägt er ein Trillerpfeife. Parkt jemand, pfeift er und läuft zum Auto. Er trinkt eine kleine Flasche Mineralwasser aus und schmeisst die leere Flasche einfach auf den Parkplatz. Als wir weiterfahren wollen, kommt er an mein Fenster und bettelt um Geld. Er brauche etwas zum Essen. Ich gebe ihm 5 Sol. Ein gutes Werk an Ostern!!!


Es bleibt bei Sand und nochmals Sand. Wir fahren an einem Spargelfeld vorbei, das über einen Kilometer lang ist. So surreal, wenn man dahinter all den Sand sieht. Zum Mittagessen finden wir einen Platz unter einem Baum. Ein Motorradtaxi hält vor uns an. Ein junges Pärchen steigt aus und nähert sich dem Camper. Der Mann macht Fotos und klopft beim Kermit an die Scheibe. Manfred öffnet die Türe und die beiden erschrecken. Sie meint, es sei so selten, dass man einen Camper sieht und darum hätten sie Fotos gemacht.
Die Strasse ist sehr gut ausgebaut. Nur durch die Ortschaften wird sie einspurig. Zum Glück führt die zweispurige Strasse um Chimbote herum. In den Ortschaften herrscht immer ein Verkehrschaos. Es zieht sich dann doch noch bis Trujillo. Die Sonne hat sich kurz nach Mittag hinter Wolken versteckt. Kurz vor Trujillo schaut sie noch einmal kurz hervor. Als wir am Strand eintreffen, verabschiedet sie sich glutrot.

























