Huanchanco

Ostersonntag, 5. April 2026

Zu meinem Erstaunen hat es heute beinahe keinen Nebel. Wir fahren nach Chan-Chan, das nahe an unserem Standplatz liegt und nur 2 Kilometer entfernt vom Meer.

Wir nehmen einen Führer und lassen uns den riesigen Palast erklären. Die Mauern rings herum haben durch den seltenen, aber dann heftigen Regen gelitten. Früher waren die Mauern mit Riedgras bedeckt, das mit der Zeit zerfiel. Heute wird der grösste Teil der Mauern mit einem Dach geschützt. Um den Palast ragte eine Mauer von 12 Metern Höhe. Heute ist sie noch 7 Meter hoch. Es gibt einen Zeremoniensaal. Der König, sozusagen Gott, liess sich dort huldigen und nahm Geschenke und die Steuer in Naturalien an. Es gibt noch einen weiteren grossen Zeremonienplatz. Der war nur für die wichtigen Persönlichkeiten zugänglich. Also auch schon dort verschiedene Schichten bei der Bevölkerung.

Die ganze Anlage war von Sand bedeckt und wird heute noch ausgegraben. Es geht nur langsam vorwärts, denn es fehlt auch an Geld. Jeder König, baute sich einen neuen Palast. Die Regierungszeit dauerte ca. 40 Jahre bis zum Tod des Königs. Mit ihm wurden 100 Mädchen begraben!!!!! Er musste ja auch «drüben» sein Vergnügen haben!

Die verschiedenen Ornamente sind nur zum Teil original. Sie haben alle eine Bedeutung. Das Volk der Chimu wurde von den Inka besiegt und ausgerottet. Auch die Burg, die wir gestern gesehen haben, gehörte zum Volk der Chimu. 

Noch früher lebten die Moche. Nahe vom Clock Mountain liegt eine Siedlung dieser Menschen. Zwischen der Mond- und Sonnenpyramide (Herrscherhäuser) lagen die Häuser der gewöhnlichen Menschen. Leider können wir die beiden Pyramiden nicht mehr besichtigen. Weil heute Ostern ist, schliesst die Anlage früher.

Nach Chan-Chan müssen wir einkaufen und das Essen in einem Restaurant dauerte sehr lange, da wir 45 Minuten auf das Essen warten mussten. 

Aber das Museum hat noch geöffnet und das ist auch interessant. Die Chimu kannten keine Töpferei, die Moche aber schon. Die meisten ausgegrabenen Gegenstände fanden die Wissenschaftler in Gräbern. Sie waren Beigaben für in die Reise ins Jenseits. 

Danach sind wir wieder zurück zum Strand gefahren. 

Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang geniessen wir ein Feierabendbier. 

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