Donnerstag, 5. März 2026
Am Morgen ist Manfred mit dem Taxi in die Stadt gefahren, um einen Sensor, den er vorsichtshalber in der Schweiz bestellt hat zu suchen.
Ich habe mich um den Blog von gestern gekümmert. Manfred ist bald zurück. Schon im ersten Geschäft hat er so einen Sensor gefunden. In Sucre hat er 2 Tage danach gesucht und nichts gefunden.
Nach dem Mittagessen sind wir mit der Gondelbahn zur Christusstatue gefahren. Sie ist der Statue in Rio nachempfunden. Die Statue ist 34.2 Meter hoch und der Sockel 6.24m. Sie ist damit 44cm höher als das Vorbild. Sie wurde 1994 fertiggestellt und wiegt 2200 Tonnen. Die Spannweite der Arme beträgt 32.87m. Früher konnte man bis zu den Armen hochsteigen und aus den Betonlöchern die Gegend bewundern. Heute ist alles aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Trotzdem ist die Aussicht von den verschiedenen Plattformen phänomenal. Die Stadt dehnt sich riesig aus und ist die viertgrösste Boliviens. Man kann auch zu Christus hinauflaufen. Es sind 1399 Treppenstufen am steilen Hang zu bewältigen. Immer wieder stehen weisse Statuen, die den Leidensweg Christi darstellen, am Weg. Wahrscheinlich leidet auch die Person, die diese Stufen bewältigt. Wir haben etliche auf dem Leidensweg gesehen.




















Im Jahr 2000 herrschte hier Wasserkrieg. Die Stadt hat die Wasserrechte an eine Firma in USA verkauft, die einen Damm bauen sollte. Sofort verdreifachte die Firma den Wassertarif. Die Menschen gingen auf die Strasse und demonstrierten. Der Protest wurde vor allem von Frauen getragen. Es gab einen viertägigen Generalstreik. Die Regierung hetzte das Militär auf die Demonstranten. Nach 2 Monaten Protesten und sieben Toten gab die Regierung nach und nahm die Privatisierung des Wasserrechts zurück.Die Stadt wird auch Frühlingsstadt genannt, da hier immer ein angenehmes Klima herrscht. Wir sind mit dem Taxi in die Stadtmitte gefahren. Wie auch in Sucre gibt es hier noch sehr viele Häuser aus der spanischen Herrschaft. Einige hätten eine Renovation nötig. Wir sind in einem alten Café eingekehrt.
































Danach haben wir im Park 14. September live Musik gelauscht. Der Platz ist gestossen voll. Zuerst haben jung Musiker südamerikanische Musik zum Besten gegeben. Danach tritt die Stadtmusik auf. Sie beginnt ganz zahm und hat sich toll gesteigert. Viele, vor allem ältere Menschen tanzen. Die, die auf den Stühlen sitzen bleiben klatschen alle im Takt. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Beim Chinesen essen wir etwas zu Abend und mit dem Taxi geht es zurück zur Seilbahnstation, wo wir zum 2. Mal übernachten.





