Donnerstag, 12. Februar 2026
Der Besitzer von Stellplatz kommt am Morgen noch einmal vorbei, um sich zu verabschieden und zu schauen, dass wir aus all den parkierten Autos den Ausgang finden. Daniel ist sehr nett und zuvorkommend. Wir haben uns auch von den «Mitbewohnern» verabschiedet.
Zuerst müssen wir den Berg hinter der Stadt Iquique erklimmen. Dazwischen türmt sich noch eine hohe Düne auf. Vom Berg springen immer wieder Geleitschirmflieger ab. Oben angekommen hat man eine tolle Aussicht über Iquique. Dann geht’s im Sand weiter.











In der Ortschaft Pozo Almonte vor der Schnellstrasse tanken wir noch einmal voll und kaufen auch einen Kanister. In Bolivien sei der Diesel rar und an einigen Tankstellen werde man als Ausländer nicht bedient. Im Ort sehe ich zum ersten Mal Sonnenschutz vor den Geschäften. Eine Art Arkaden aus Plastik auf der ganzen Hauptstrasse, links und rechts.
Nach der Abzweigung gewinnen wir sukzessive an Höhe. Wir fahren immer auf der Krete, links und rechts geht es hinunter. Wir halten an und schauen ins Tal hinunter, wo Pachia liegt. Es wachsen Kakteen und wir sind schon auf 3400 müM.










In Chusmiza kommen noch andere Kakteen dazu. Auf Terrassen am Hang ist Gemüse angebaut. Auf 3800müM. fahren wir in den Nebel. Bei 4000müM. löst er sich wieder auf.














Am Grenzort Colchane wachsen hohe Kakteen. Wir werden aufgehalten und müssen im Auto warten. Es ist 17 Uhr, der Zoll soll 24 Stunden offen sein. Wir werden gebeten in den Hof zu fahren. Dort sitzen wir ca 15 Minuten im Auto und wissen nicht, was wir als nächstes tun müssen. Wir beobachten die anderen Leute und merken, sie verlassen das Auto und gehen ins Gebäude. Wir folgen dem Beispiel. Aber da sind Massen von Menschen und nirgends steht angeschrieben, wo man als erstes von den vielen Schaltern hinmuss. Ein «Aufseher» schickt uns die Treppe hoch und über die Passerelle ans Ende der Menschenschlange. Kann nicht sein, oder? Jemand schubst uns zu einem Schalter, wo der nette Herr aufsteht, ein Formular holt, das wir ausfüllen müssen. Dann geht es 3x zwischen den verschiedenen Schaltern hin und her, bis wir eben doch am Ende der Schlange landen. Es zieht gewaltig, sodass jemandem das Formula weggeweht wird. Er muss wieder hinunterlaufen. Es dauert eine Ewigkeit, bis wir beim ersten Schalter ankommen. Ich würde niemandem mit Camper raten, diesen Grenzübergang zu nehmen, denn sie sind dafür nicht eingerichtet. Sie mussten wegen uns extra Sachen machen und unser Auto hat auch niemand kontrolliert. Zuletzt haben uns Einheimische geholfen, dass wir überhaupt aus dem Zoll fahren konnten. Manfred hat noch Geld gewechselt und dann sind wir in die Dunkelheit gefahren. Keine Strassenlampen. Nur Blitze erhellen ab und zu den Himmel. In der nächsten kleinen Ortschaft sind wir auf den Hauptplatz gefahren und um 23 Uhr todmüde ins Bett gesunken.











