Santa Rosa Osos – Tolu

Montag, 18. Mai 2026

Wir essen im Restaurant neben dem grossen Parkplatz ein nahrhaftes Frühstück. Danach machen wir uns auf den langen Weg, den wir heute zurücklegen müssen. Manfred will bis Tolu am Meer fahren, da man dort die Gasflasche auffüllen kann. Leider reicht die letzte Füllung nicht, bis wir den Camper abgeben müssen.

Um Santa Rosa Osos grasen viele Kühe und es gibt einige Milchfabriken. Wir müssen von 2800m Höhe auf 0 hinunter. Kolumbien ist hier senkrecht und waagrecht in Falten gelegt. Um jede Falte muss man fahren. Das heisst eine Kurve nach der anderen und immer bergab. Das machen wir meistens im 2. Gang, um die Bremsen zu schonen. Die Strasse ist in einem schlechten Zustand. Wahrscheinlich arbeitet der Berg die ganze Zeit. Der Belag ist aufgeworfen, Teile der Strasse abgerutscht und viele grosse Schlaglöcher. Nebst der anstrengenden Kurvenfahrt muss noch auf die Schlaglöcher geachtet werden. 

Yarumal liegt immer noch auf 2500m. Auch hier viel Milchvieh. Wir umfahren die Stadt. Valdivia liegt auf der anderen Seite des Berges, den wir hinunterfahren. In Puerto Valdivia überqueren wir den Rio Cauca, unseren alten Bekannten. Wir sind nun in der Talsohle angelangt. 

Mittagessen gibt es in Taraza. Es ist über 30 Grad heiss und feucht. In einer Bäckerei essen wir je ein Stück Pizza, die süsslich schmeckt. Nebst dem süsslichen Teig hat es auch noch viele Stücken Ananas unter dem Käse und Ananas hier ist extrem süss. Nicht das, was ich mir unter einer Pizza vorstelle. Das Brot hier ist immer hell und der Teig ist gelblich. Es schmeckt immer süsslich, was zu Schinken oder Käse gar nicht mein Geschmack ist.

Zum Glück gibt es viele Bäume entlang der Strasse, die Schatten spenden. Dafür sieht man den Fluss kaum, dem wir entlangfahren. Links und rechts wird mit Baggern nach Gold gegraben. In Caucasia schlägt der Rio Cauca, der nun mehrere Arme hat, einen anderen Weg ein. Wir überqueren den Rio San Pedro. Die Nebenflüsse haben eine grandiose Farbe. 

Die Strecke zieht sich bis Tolu und wir müssen noch ein paar Kilometer bei Dunkelheit zurücklegen. Es ist so enorm heiss, dass es jetzt um 22:30 Uhr immer noch 28 Grad hat. Ich weiss nicht, wie wir diese Nacht überstehen sollen.

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