Mittwoch, 18. Februar 2026
Schon vor dem Frühstück fängt Manfred an, das vordere linke Rad abzumontieren. Warum werden die Bremsen so heiss und der Bordmonitor schlägt Alarm. Kaum hat Manfred den Camper aufgebockt, steht ein junger Mann da und bittet Manfred um Hilfe. Er hat ein Plattfuss und keinen Schlüssel, um die Radmuttern zu lösen. Er bietet Manfred gegen den Schlüssel sein Handy, damit er sicher sein kann, dass er den Schlüssel zurückbringt. Manfred lehnt ab. Die Bremsbelege sehen gut aus, aber das Kabel hat Schäden an der Isolation. Ob das das Problem ist? Manfred isoliert das Kabel und baut alles wieder zusammen. Der junge Mann bringt den Schlüssel zurück und will Manfred Geld geben. Das kommt aber gar nicht in Frage.

Die Hügel rings um uns glitzern in der Sonne und sind schwarz. Das Gestein sieht aus wie Schiefer. Es wachsen auch andere Kakteen an den Hängen. Die Agaven sind gerade am Blühen. Ich habe auch einige Opuntien gesichtet.
Es geht weiterhin bergauf und ab bis Sucre. Also werden die Bremsen wieder beansprucht. Prompt leuchtet das Warnlicht nach einer Weile wieder auf. Manfred ist mit dem Latein am Ende und will heute Nachmittag mit seinem Garagisten Kontakt aufnehmen.









Kurz vor Sucre sehen wir eine Tankstelle. Sie ist aber geschlossen. Wir fahren auf den Parkplatz und schauen uns um. Ein Mann tritt aus dem Häuschen der Tankstelle und schaut zu uns hinüber. Dann verschwindet er wieder im Innern. Er kommt aber immer wieder heraus, solange wir dastehen. Ringsherum gibt es mal ordentlich verputzte Häuser mit Farbe an den Mauern




Wir erreichen Sucre gegen 12 Uhr. Manfred hat eine Adresse, wo man mitten in der Stadt privat campieren kann. Aber zuerst kommen wir nochmals an einer Tankstelle vorbei. Wir stellen uns in die Warteschlange ein. Ich sehe, dass bei der Dieselzapfsäule niemand steht. Ich laufe zum Mann, der an der Benzinzapfsäule bedient und frage ihn, ob er Diesel hat. Er nickt und zeigt hinüber. Ich winke Manfred, der zur Zapfsäule fährt. Eine Frau bedient ihn und will den Pass sehen und die Kennzeichennummer aufschreiben. Erst dann bekommen wir den Tank mit Diesel gefüllt. Wir müssen auch bar bezahlen. In Bolivien herrscht grosse Knappheit an Treibstoff. Das ist ein grosses Problem für alle Touranbieter für Touristen. Es kann sein, dass sie bis zu drei Tage auf Benzin warten müssen.






Nachdem wir erfolgreich getankt haben, fahren wir durch die Vororte und danach in die Innenstadt. Wir finden den Stellplatz auf Anhieb, müssen aber 15 Minuten auf die Betreiberin warten. Karolina ist sehr hilfsbereit. Wir ruhen uns den ganzen Nachmittag aus und abends laufen wir in die Altstadt. In den engen Gassen, die meisten Einbahn, stinkt es fürchterlich nach Abgasen. Wir verleiben uns eine Pizza ein und stocken unseren Vorrat auf. Das Geschäft hat bis 22 Uhr geöffnet.
Neben uns steht eine Familie aus Paraguay. Es sind aber Franzosen. Was die in 4 Monaten an Kilometer abgespult haben, dagegen sind wir Schnecken! Sie werden morgen weiterfahren.














Liebe Patienten.
Sauerstoff ist durch nichts zu ersetzen. Mensch und Motor sind Verbrenner. Nur langjährige Bergsteiger verfügen über solch eine Anpassung. Hat dieser Toyota Hilux beim Stellplatz auch Technische Höhen-Probleme oder ähnliches ? Aber Toyota ist nicht Fiat . Mein Rekord liegt bei 3300 MüM . Mir ging es nicht gut ,und nach 2 Tagen bin ich wieder ins Flachland geflüchtet . Der Druck in den Ohren nervte noch weitere 12 Std.
Bei uns hat es tatsächlich 6 Tage immer wieder Geregnet. In den Bergen ist grosse Lawinengefahr und viele Opfer .
Heute wurde das Haus abgerissen, wo wir 44 sorgenlose Jahre gewohnt haben. Traurig.Ich kannte jeden Wurm hinter dem Haus Persönlich. Und all die schönen Bäume. Es dauert ca. 4 Jahre bis diese neuen 10 siebenstöckigen Häuser wieder Bezugsbereit sind. Man spricht von einer Milliarde SFr. Bauvolumen. Die nächsten 400m bis zur Winterthurerstrasse sind auch schon Ausgesteckt.
Dort Wohnen ca. 800 Menschen. Ersatzwohnungen gibt es nicht. Wo gehen die alle hin ? Wohnungsnot ist überall, sogar in Bülach oder Rafzerfeld.
Gute Besserung und LG Werner