Colchane – Poopo

Freitag, 13. Februar 2026

Wir sind früh wach. Bolivien ist eine Stunde später dran als Chile. Manfred hatte eine schlechte Nacht. Er hat von defekten Kühlschränken und Grenzdrama geträumt. Ich spüre ein wenig Kopfweh.

Wir machen uns auf den Weg nach Oruro. Wir bewegen uns die ganze Zeit zwischen 3600 und 3800 müM. Es sieht flach und grün aus. Sehr viele grosse Lama Herden bewegen sich auf der Ebene. Es sind auch Felder angelegt. Auf mehreren Hügeln sind mit Steinmauern Abteile errichtet worden. Es fällt uns auf, dass es hier keine Bretterhütten gibt. Alles aus Stein gebaut. Auch farbenfroh. Die Dächer sind vielfach rot oder blau und die Wände, wenn sie denn verputzt sind auch farbig bemalt.

Oruro ist keine schöne Stadt. Früher wurde hier Silber abgebaut und danach Zinn. Es hat einen Mann superreich gemacht. Er hat die Arbeiter ausgebeutet und die Regierung als Geisel genommen. Sie waren auf sein Geld angewiesen und er holte das Militär, um Arbeiteraufstände niederzuschlagen. Wir sind zum falschen Zeitpunkt in der Stadt, denn sie ist zum Bersten voll. Dieses Wochenende ist Karneval in der Gegend und der in Oruro ist sehr berühmt.

Wir wollen eigentlich nur eine Sim-Karte für Bolivien kaufen und tanken. 

Die Innenstadt ist gesperrt und wir können die Musikkappellen üben hören. Heute Abend geht es los. Manfred kauft eine Sim-Karte, während ich beim Auto bleibe. Wir bekommen auch Diesel. Manfred muss aber den Pass zeigen, sagen von wo er kommt und wohin er will.

Ausserhalb von Oruro wird die Strasse wieder erneuert und wir fahren 22 Km auf einer unsäglichen Piste. Manfred ist nach der schlechten Nacht und dem Konzentrieren wegen den Schlaglöchern bald einmal müde. Wir suchen uns ein Plätzchen bei Poopo zum Schlafen.

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