Huasco – Azucar NP

Sonntag, 1. Februar 2026

Um 8 Uhr nehmen sich zehn in weissem Overall mit Leuchtweste bekleidete Menschen, dem Strand und der Promenade an. Mit Schaufel und Besen wird Unrat zusammengewischt. Um 9 Uhr kommen die Strandbewacher oder Lebensretter zur Arbeit. Wir sind durch den Ort gefahren und haben parkiert. An vielen Wänden leuchten farbige Bilder. Die Mannschaft der höheren Schule trainiert im Hof Faustball. Am Strand sehen wir die Anlage, die uns gestern Abend bis um 23 Uhr mit Musik beschallt hatte. Wir laufen durch den Markt, wo ungefähr auf einem Kilometer second hand Kleider angeboten werden. Zum ersten Mal werden wir etwas unsanft angegangen. Normalerweise sind die Menschen hier sehr freundlich. Aber dieser Mann ist echt sauer. Mitten in den Autos der Marktbetreiber steht ein 4×4 Auto mit Wohnwagen. Da ich den Fotoapparat umgehängt habe, denkt er, das ist unser Gefährt. Aber es hat es ein chilenisches Kennzeichen. Er zeigt mit dem Finger, wo wir hinfahren und parkieren sollen. 

Wir müssen zurück nach Vallenar fahren. Wir begegnen einem Güterzug. Fährt man nicht über die Hügel, sondern durch die Hügel, sieht man, dass die Gegend aus Kies besteht. Im grünen Tal wird Olivenöl verkauft. Es gibt aber mehr vertrocknete Bäume als grüne. Es ist verwunderlich, dass so ein kleines Bächlein das breite Tal grün behaltet.

Mit der Fahrt gegen Norden wird die Landschaft immer trockener und die grünen Büsche verschwinden langsam. Nochmals sehen wir einen Güterzug. Auf der Strecke gibt es 2 Parkplätze mit Dusche für die LKW-Fahrer. Auf einem essen wir unseren Lunch. Zum ersten Mal habe ich die Nahrungsmittel, die wir gekauft haben, genauer angesehen. Überall steht drauf, dass sie zu viel Zucker, ungesundes Fett oder Salz beinhalten. Aber es macht doch gar keinen Spass mehr, wenn man das alles nicht mehr essen darf.

Langsam wechselt die Landschaft von Fels auf Sand. Wir lassen Copiapo rechts liegen und fahren Richtung Caldera. Nun führt die Strasse wieder dem Pazifik entlang. Wir denken einen schönen Platz am Meer gefunden zu haben. Aber da liegen neben vielen leeren Flaschen auch WC-Papier, gebrauchte Kondome usw. herum. Doch nicht so ein schöner Platz! Schweren Herzens entscheiden wir uns, in den Azucar NP zum Campingplatz zu fahren. Doch unterwegs finden wir doch noch einen Platz, um wild zu campieren. Wir sind ganz allein an einem weissen Strand.

Leider verschlingt der Nebel die Sonne bevor sie richtig untergeht. Sie schaut aber noch kurz unten heraus.

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