Pimentel – Motupe

Donnerstag, 9. April 2026

Beim morgendlichen Kontrollgang rund ums Auto, stellt Manfred fest, dass der Wasserhahn vom Grauwasser gebrochen ist. Wahrscheinlich haben wir das den wunderbaren Strassen zu verdanken. Das heisst wir müssen Gas auffüllen und noch in ein Geschäft fahren, um Material für die Reparatur zu kaufen. Das wirft uns im Zeitplan wieder zurück. Wir wollen unbedingt vor Sonntag aus Peru abreisen. Am Sonntag sind Wahlen und es sieht leider nicht sehr gut aus für dieses Land. 34 Kandidaten wollen Präsident werden!!! Peru hat zirka 34 Millionen Einwohner. Beinahe die Hälfte sind unter 30 Jahre alt. Heute in einer deutschen Zeitung gelesen.

In Trujillo waren wir vor ein paar Tagen!

Gas auffüllen geht ruck zuck! Im Sodimak bekommt Manfred alles, was er für die Reparatur braucht. Während ich im Auto warte, fahren fünf verschiedene Autos vor uns hin, der Fahrer steigt aus und pinkelt. Immer an der gleichen Stelle. Scheint eine Stadtbekannte Pinkelecke zu sein.

Nächstes Ziel das Museum, wo die Gegenstände der Gräber von zwei Herrschern aus Sipan ausgestellt sind. Grandiose Sachen werden hier präsentiert. Aber auch wieder sehr dunkel wie in Sipan. Für Menschen mit Seebehinderung gibt es einen speziellen Ort, wo die Gegenstände nicht nur in Brailleschrift beschrieben sind, sondern kopierte Gegenstände angefasst werden können. 

Wir essen noch etwas auf dem Parkplatz. Es ist drückend heiss. Da kommt ein Angestellter, stellt sich vor, will unsere Namen wissen und woher wir kommen. Freundlich zeigt er auf einen Wasserhahn und sagt, dass wir unseren Tank auffüllen können, es sei Trinkwasser. 

Wir machen uns auf Richtung Grenze. Die Strasse führt durch etliche Ortschaften. Wahnsinnige Löcher in den Strassen, ein Deckel, der gefährlich hochsteht, Bumper alle paar Meter. Sogar auf den Strecken zwischen den Orten immer wieder Bumper. Ich habe nun einen Namen dafür gefunden: Bremsschwellen!!! Dazu viel Verkehr, wir kommen kaum vorwärts. Plötzlich wird es auch ausserhalb der Felder wieder grüner. Die Hügel sind nicht mehr nur aus Fels und Sand. 

In Motupe lässt Manfred unseren Camper waschen. Bei einem Hotel können wir parkieren und uns für die Nacht niederlassen.

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