Puno – Sillustani

Freitag, 13. März 2026

Für die Parkwächterin sind wir etwas Aussergewöhnliches. Sie steht am Morgen an der Türe und fragt, ob wir gut geschlafen haben. Sie will wissen, wo wir denn schlafen und Manfred zeigt ihr unser Bett. Ich räume auf und Manfred läuft noch einmal in die Stadt. Es gibt eine Gashandlung, aber die füllen nicht ab. Manfred bekommt aber eine Adresse, wo wir unsere Gasflasche auffüllen können. Als wir aus dem Parkplatz in Puno fahren, winkt und die Wächterin nach.

Unser Ziel heute ist Sillustani. Dort gibt es Grabtürme der Inkas zu bestaunen. Wir müssen aber zuerst nach Juliaca fahren. Dort soll es Gas geben. Manfred will unbedingt nachsehen, ob das stimmt. Obwohl heute Freitag der 13.ist, haben wir Glück. Wir bekommen Gas!! Wir müssen wieder umdrehen, um nach Sillustani zu kommen. 

Als wir bei den Grabtürmen ankommen, gibt es da eine Barriere und ein Häuschen, um den Eintritt zu bezahlen. Der Wachmann trägt eine Pistole. Das erste Mal, dass wir einen bewaffneten Mann bei einer Sehenswürdigkeit sehen. Er notiert unsere Autonummer und woher wir kommen. Er fragt sofort, ob wir hier über Nacht schlafen wollen. Er weist uns an, zuhinterst zu parkieren und hier schlafen sei kein Problem.

Am Nachmittag nehmen wir den Hügel in Angriff, worauf die Grabtürme genannt Chullpa stehen. Der Hügel ist eine Halbinsel mit Namen Sillustani und sie liegt im gleichnamigen See. Man nimmt an, dass hier einmal der Stamm der Pukara wohnte, nämlich von 500 v.Chr. bis 400 n.Chr. Danach die Colla bis 1450 n.Chr. Darauf folgten die Inkas bis 1532. Die Türme mit den grossen Steinen sollen von den Inkas gebaut worden sein. Wobei ein Wissenschaftler ganz anderer Meinung ist. Ein paar Türme mussten renoviert und einer zweimal beinahe wieder ganz aufgebaut werden. Er war zweimal vom Blitz getroffen worden. Die Türme hatten verschiedene Stockwerke und die Toten wurden kauernd beigesetzt. Es wurden Goldbeigaben gefunden.

Es ist faszinierend zu sehen, wie genau die Steine ineinanderpassen. Die ganze Anlage steht auf 3840 müM. Hier oben gibt es Blumen, gelbe Falter, Bienen und grün schimmernde Käfer. In der Ferne grollt ein Gewitter und nun geht es wieder den Hügel hinunter.

Um 17 Uhr schliesst die Anlage. Der Wachmann kommt vorbei und erzählt, dass er auch hier schläft. Manfred bietet ihm ein Bier an, das er dankend annimmt. Danach grilliert Manfred noch ein paar Stücke Rindsfilet zum Abendessen. Morgen werden wir wieder unsere geplante Tourstrecke verlassen und die Stadt Arequipa besuchen. Es soll die schönste Stadt Perus sein.

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