Am Morgen rauscht übermässiger Verkehr an unserem Camper vorüber. Gestern herrschte gar kein Verkehr. Wir sind heute früh losgefahren, was aber nichts gebracht hat. Kaum fahren wir ein paar Meter werden wir schon von einer Barrikade aufgehalten. Die Strasse ist abgesperrt wegen des Marktes. Daher der viele Verkehr! Manfred muss rückwärts aus der Strasse fahren.Ein paar Kilometer weiter Umleitung wegen Strassenarbeiten. Die Strasse ist in einem bedauernswerten Zustand! Dann geht plötzlich gar nichts mehr. An einer Kreuzung stehen sich zwei LKWs gegenüber. Die Autos sind alle aufgerückt und welche parken am Strassenrand. Wir stehen hinter einem solchen Auto. Hinter uns ein Lastwagen. Halb vor und neben uns ein anderer Lastwagen. Es wird gehupt. Ich sehe nicht, was hinter uns passiert, aber es dauert bestimmt 10 Minuten bis der Verkehrsknäuel gelöst ist und der LKW neben uns endlich wegfahren kann.












Es dauert 90 Minuten, bis wir die Stadt hinter uns gelassen haben. Es kommt eine Zahlstelle. Dort sehe ich ein Plakat angeschlagen, kann aber nicht alles sehen. Ich glaube, die Strasse ist ab 17 Uhr gesperrt. An der zweiten Zahlstelle macht uns der Mann auf die Schliessung der Strasse aufmerksam. Manfred meint verstanden zu haben, dass die Strasse von 9-17 Uhr gesperrt ist und wir bis zur Sperrung noch etwa eine halbe Stunde zu fahren haben.








Um 11:30 fahren wir auf die Warteschlange auf. Die Strasse ist tatsächlich bis um 17 Uhr wegen Bauarbeiten gesperrt! Mittagessen, Mittagsschlaf, Zeitung lesen. Immer mit der Ruhe, alles andere bringt nichts. Busse, Lastwagen und Personenwagen warten, das heisst deren Reisende. Zwischen den verschiedenen Fahrzeugen streunen Hühner, Enten und Gänse umher. Mädchen mit Chipstüten in der Hand werden gejagt. Die Mädchen quietschen und rennen davon. Einheimische Frauen versuchen ihre selbstgemachten Leckereien zu verkaufen. Um 16:30 scheint jemand die Nerven zu verlieren und startet sein Auto. Alle rennen zu ihren Autos und starten den Motor. Aber es geht noch nicht los! Um fünf vor fünf fängt ein Hupkonzert an. Jetzt will niemand mehr länger warten. Die Fahrer bringen sich mit ihren Autos in Startposition. Jeder will so schnell wie möglich weg. Als dann der Weg frei ist, ist es, als würde ein Autorennen gestartet. Sogar LKWs überholen uns. Es dauert aber nicht lange, dann ist die Strasse nicht mehr frei, der Gegenverkehr ist schon da. Wir passieren die Baustelle. Es sieht so aus, als ob der Hang gerutscht wäre. Die Aussicht ist fantastisch.













Wir wollen eigentlich hinunter, um auf etwa 3000müM zu schlafen. Doch es geht nur hinauf. Sogar auf 4000müM gibt es noch Dörfer. Es fängt an zu regnen. Ich sage zu Manfred. In Europa würde ich jetzt sagen, komm wir fahren auf die Autobahn und bei einer Raststätte essen wir zu Abend und schlafen auch dort.
Auch auf dieser Höhe gibt es Zahlstellen. Nach der Zahlstelle kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. So hoch oben fängt die Autobahn an!!!! Es ist gut, können wir endlich zügig fahren. Es dunkelt schon ein und einen Platz, wo wir übernachten könnten, sehen wir nicht.
















Der Bus, der den ganzen Nachmittag vor uns stand, fährt vor uns. Manfred hängt sich an ihn dran. Er fährt meist auf der linken Spur, wegen den Schlaglöchern und sein Licht ist hilfreich in der Dunkelheit und dem Regen. Wir peilen eine Ortschaft an, wo man laut Overlander vor einem Hotel parkieren darf. Wir essen noch etwas kleines und schlafen bei Regengetrommel ein.



