Montag, 16. Februar
Ein wunderschönes Morgenrot begrüsst den Tag. Um 10 Uhr müssen wir in der Stadt am Treffpunkt sein. Wir haben noch Zeit, um in einem neueren Café einen Kaffee zu trinken.
Wir werden mit dem Guide, einer Engländerin, einer Irin und einem Dänen in ein Auto eingeteilt. Im zweiten Auto sitzen 4 junge Japaner und ein Ehepaar, Frau Japanerin, Mann Amerikaner.
Zuerst erklärte uns der Guide, was wir besichtigen werden. Zuerst fahren wir zum Lokomotiven Friedhof, wo wir genächtigt hatten. In Uyuni wurden auch Minerale abgebaut. Mit Lamas wurden diese nach Chile und Argentinien gebracht. Anfang 1900 haben die Engländer hier das grosse Geld gewittert und eine Eisenbahnlinie bis nach Antofagasta gebaut. 1952 wurde sie dann verstaatlicht und 7 Jahre später eingestellt, da sich das Ganze nicht mehr lohnte. Die Züge wurden aufs Abstellgleis gestellt und viele davon verkauft. Das Metall brachte eine Zeitlang Geld. Der Rest steht jetzt als Touristenattraktion ausserhalb Uyuni.









Wir müssen zum Haus des Tourenbesitzers fahren und Gummistiefel anprobieren. Auf dem See liegt im Moment viel Wasser. Es ist Regenzeit, aber es regnet nur etwa 50% der normalen Regenmenge. Auch das Mittagessen wird eingeladen.
Danach fahren wir Richtung Salzsee. Es ist wirklich noch ein See einer der grössten der Welt, der mit Salz bedeckt ist. An der tiefsten Stelle misst der See 140 Meter. Der Guide erklärte, wie es zu diesem See kam und dass im Moment Salz zum Konsum und als Baustein abgebaut wird. Dazu sind Chinesen und Russen daran Lithium abzubauen. Neben dem Gebäude, wo alles was mit dem Salz zu tun hat erklärt wird, verläuft eine Strasse mit Souvenierständen. Unfassbar, wie viele Menschen sich hier tummeln. Wir sind aber schnell wieder weg.









Auf dem See gab es einmal ein Hotel aus Salz. Heute dient dessen Speisesaal den verschiedenen Touranbietern als Mittagshalt. Da der Speisesaal zu klein wird, bei so vielen Touranbietern, wird ein neuer gebaut.
Wir bekommen ein gutes Mittagessen.










Auf einer trockenen Fläche macht der Guide mit allen Spassfotos. Bei uns lässt er mich klein auf Manfreds Hand erscheinen.







Wir fahren zur Insel Incahuasi. Da es viel Wasser hat, dauert es sehr lange bis wir dort sind. Der Fahrer darf nicht schnell fahren, damit es kein Spritzwasser gibt. Wir müssen 80 Kilometer zurücklegen. Weil es Wasser auf der Salzfläche hat, es sind nur 2 Zentimeter, spiegelt sich alles auf dem See. Man hat das Gefühl zu schweben. Der Orientierungssinn ist wie weggeblasen. Der See ist nur noch ein Spiegel.
Auf der Insel wachsen Kaktus. Die Gattung legt jedes Jahr nur einen Zentimeter zu. Sie sind also schon sehr alt. Inkas waren hier mal Bewohner.












Ein nächster Stopp sollte der Sonnenuntergang mit Apero sein. Da aber so viele Wolken im Laufe des Nachmittags aufgezogen sind, fiel der Sonnenuntergang buchstäblich ins Wasser. Nur ein paar Sekunden liess sich die Sonne noch blicken. Der Rückweg dauerte dann auch noch etwas mehr als eine Stunde. Wir übernachten in der Stadt und hoffen, dass wir trotz Verkehrslärm schlafen können. Auch die Höhe macht uns Mühe, vor allem beim Atmen in der Nacht.







