Lago Quilotoa – Quito

Montag, 20. April 2026

Es war keine gute Nacht. Immer noch Migräne und die Höhe liess uns schlecht schlafen. Jede Stunde aufgewacht und lange wach gelegen. 

Trotzdem will Manfred nach dem Frühstück hinunter zum Kratersee laufen. Nach einer Stunde ist er wieder zurück. Er kann nicht bis ganz nach unten laufen. Der Weg ist teilweise steil und rutschig vom nächtlichen Regen. Er muss auch daran denken, dass er wieder hochsteigen muss. Seine Lunge hat nicht mehr die volle Kapazität und die Höhe erledigt den Rest. Wir sind immerhin auf 3840m.ü.M.

Manfred hat sich wieder in den Kopf gesetzt, die weiss eingezeichnete Strasse zu befahren. Ich finde das keine gute Idee nach den heftigen Regenfällen. Aber er ist der Fahrer. Die Strasse fällt anfangs steil ab und bleibt dann lange auf 3500m. Wir können noch den Ort am Kraterrand sehen. Danach verläuft die Strasse immer einer Schlucht entlang. Sie ist gut in Schuss und geteert. Schon bald haben die ersten Erdlawinen die Strasse getroffen. Es gibt viele kleine und etliche grosse Erdlawinen. Eine ist besonders gross und es ist noch nicht alles weggeräumt. Demnach geschah der Abbruch noch nicht lange. Es sieht immer so aus, als wäre die Erde über die drunterliegende Felswand abgerutscht. 

Dörfer gibt es nicht viele. Das Grösste ist Sigchos. Aber auch die zwei kleinen Orte haben überdimensionierte Ortstafeln. Am Strassenrand laufen Gänse herum und Schweine sind angebunden. Auch die Kühe sind angebunden und fressen so die Weide von links nach rechts ab. Die Häuser werden auch wieder schäbiger. Nach der Schlucht geht es einige Male in vielen Serpentinen und Haarnadelkurven hinauf und wieder hinunter. Es sind heute wieder so einige Kurven, die Manfred fahren muss.

An einigen Stellen sehen wir Leute Holz in runden Öfen Holz verbrennen. Machen die Holzkohle?

Kurz bevor wir wieder auf die Autobahn kommen, sehen wir noch den unteren Teil des Coxopaxi (5897m). Der obere Teil ist im Nebel verschwunden. Während wir auf der Autobahn fahren, können wir keinen der zahlreichen Vulkane links und rechts sehen. Als wir in Quito einfahren, fängt es an zu regnen. Beim Campingplatz angekommen, hört es wieder auf. Wir geniessen eine wunderbare Aussicht auf Quito.

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