Freitag, 20. März 2026
Das Wetter und die Situation schlagen mir auf das Gemüt. Am Morgen macht der PC nicht, was wir wollen. Liegt es an der Höhe, dem Internetempfang oder an uns?

Am Nachmittag zieht ein Gewitter nach dem anderen über uns hinweg. Der koreanische Nachbar bekommt eine neue Windschutzscheibe. Auf einem Campingplatz ist ein Ast darauf gefallen und hat die Scheibe kaputt gemacht.






Wir haben uns entschieden vorerst nach Cartagena zu fahren. Es sind diese Optionen zur Verfügung.
-Nichts dergleichen tun und einfach die vorgesehene Route fahren. Für uns keine Option.
-Bis Cartagena fahren und dann den Camper bis Veracruz in Mexico verschiffen. Damit Mittelamerika auslassen. Die Verschiffung dauert aber 9 Wochen. Wenn wir dann noch Mexico, ein sehr grosses Land, anschauen wollen und noch die Bekannten in USA besuchen, dann wären wir erst im Oktober wieder zu Hause. Für mich keine Option.


-Von hier aus durch Brasilien nach Sao Paulo fahren. Jetzt in Brasilien an die 40 Grad und viele Stechmücken.
-Die wahrscheinlichste Variante für mich ist nach Cartagena fahren von dort nach Hause.
Das sind die Gründe:
Wir trafen hier ein Paar aus Biel. Sie haben von Veracruz nach Cartagena verschifft (Wegen schlechten Nachrichten)und sind durch Kolumbien und Ecuador gefahren. Ecuador sei schön und die Menschen sehr nett. Zu vermeiden ist die Küste und die grenznahen Gebiete zu Kolumbien und Peru. Also nach der Grenze in der Mitte des Landes bleiben.
Kolumbien ist nicht mehr ganz so sicher wie vor ein paar Monaten. Grund sind Wahlen. Anfang März wurde das Parlament gewählt. Am 31. Mai 2026 sind Präsidentenwahlen. Der jetzige Präsident darf nicht mehr antreten, er will aber!!!! Dazu sind noch 2 Männer und eine Frau im Wahlkampf. Kein so grosses Problem. Jetzt kommt das aber. Trump ist daran eine Klage zum jetzigen linken Präsident zu verfassen. Er habe sich den Wahlkampf durch Kokainbanden bezahlen lassen! Trump will unbedingt, dass eine rechtsstehender Präsident ans Ruder kommt. Wenn der da mitmischt, habe ich kein gutes Gefühl mehr. Ich hoffe, dass wir bis Ende Mai in Cartagena sind.
In Ecuador, El Salvador und in Honduras gilt seit 2023 der Ausnahmezustand. Das heisst viele Gesetze sind ausser Kraft und das Militär sowie die Polizei kann dich ohne Grund festnehmen. Falsche Polizisten wollen Geld für Dein Auto, das nicht gesetzeskonform ist. Touristen werden «Kurzentführt». Das heisst, sie werden mit Waffengewalt zu Bancomaten geführt, wo sie Geld abheben müssen und dann wieder freikommen. Vor allem in den Städten sind täglich Demonstrationen mit Strassensperren am Laufen. Dann gibt es kein Durchkommen. Man kann da zwischen die Fronten geraten. All das brauche ich nicht. Es ist schade, aber ich will kein Risiko eingehen.



Hallo Manfred
Habe diesen Link von Heinz Meier erhalten.
Tolle Sache. Grüsse aus Winterthur.
Roland Schäffeler
Hallo Gabi und Mani. Ich habe soeben eine halbe Stunde auf Eurem Blog verbracht. Ich bewundere Euren Mut! Wenn ich unterwegs bin kehre ich immer um, wenn ich den Kirchturm von Wegenstetten nicht mehr sehe 🤣. Spass beiseite. Ich würde gerne im nächsten Schäsli über Euch schreiben. Was meint Ihr? Am kommenden Montag hab ich frei und werde Issi besuchen und mit Ihr etwas verspätet auf Ihren runden Geburtstag anstossen. Weiterhin gute Reise, bleibt gesund und kehrt wohlbehalten zurück. LG Urs
Lieber Urs
Danke für Deine Zeilen.
Ja manchmal erschrecken wir selbst ob unserem Mut!!!!
Wenn Du das Gefühl hast, unsere Reise interessiert die Zeininger Leserschaft, dann kannst Du schon über uns schreiben.
Bleib gesund und munter und bis zu einem guten Wiedersehen.
Liebe Grüsse Gaby