Sonntag, 8. März 2026
Wir nehmen ein Taxi vom Hotel zum Plaza Mayor de San Francisco. Da heute Sonntag ist, ist der Verkehr überschaubar. In der Kirche des San Francisco wird gerade eine Messe zelebriert. Das Gotteshaus ist gut gefüllt. Fotografieren ist verboten. Das Gebäude ist innen sehr schlicht gehalten. Dafür sind die vielen Seitenaltare vergoldet und mit unzähligen Heiligen in glitzernden Kleidern geschmückt.
Wir bleiben einige Zeit in der Kirche. Die Oblate bei der Kommunion wird noch auf die Zunge gelegt, wie bei uns früher.
















Es ist sehr gut, dass heute Sonntag ist. Leider sind alle Museen geschlossen, dafür müssen wir nicht den Gestank der vielen Autos einatmen. Nur wenige Vehikel schnaufen die Hügel hinauf und hinunter. Wir schnaufen aber auch! Wir schauen uns einige Sehenswürdigkeiten zu Fuss an. Ich finde es schade, dass die Autos durch den Hexenmarkt fahren dürfen. Die Gasse ist eng und die Autofahrer sind schnell unterwegs.
Auf dem Weg zum Plaza Murillo können wir einer Demonstration für Politiker zusehen. Um den Platz sind Regierungsgebäude angeordnet. Nicht weit entfernt steht die Nationalbank mit einem bunten Bild auf der Fassade. Auf den Strassen stehen überall Verkaufsstände und da kann man wirklich alles kaufen, was man im täglichen Leben braucht oder auch nicht braucht.

























Wir sind genug gelaufen. Wir machen uns daran die Telefericos zu erkunden. Es gibt in La Paz 2014 3 Strecken, erbaut von der österreichischen Firma Doppelmayer. Heute gibt es 10 Gondelstrecken mit einer Länge von über 30 Kilometer. Man hat sie erbaut, um den Verkehr von der Strasse zu holen. Es gibt 36 Stationen und wir sind mit 6 verschiedenen Gondelbahnen gefahren. Man kann an beinahe jeder Station auf eine andere Strecke umsteigen. Die Aussicht über die Stadt ist grandios. Als wir die letzte Gondelfahrt in Angriff nehmen, entlädt sich über uns ein Gewitter. Von der Endstation können wir bequem ein Taxi zurück zum Hotel nehmen.





















La Paz ist der höchste Regierungssitz der Welt. Immer noch ist Sucre die Hauptstadt, obwohl die Regierung in La Paz sitzt. Als in Sucre der Silberboom vorbei war, sind immer mehr Menschen fortgezogen. Darum hat man die Regierung nach La Paz umgesiedelt. Das höchste Gericht blieb in Sucre. Darum sagt man, Bolivien habe zwei Hauptstädte. Weil La Paz von 3200m bis 4100m hoch gebaut ist, sagt man auch, dass es die einzige Stadt ist, wo die reichen Menschen im Talkessel wohnen und nicht am Berghang. Jedes Jahr rutscht ein Teil der Stadt ab und meistens gibt es auch Tote.
Wir haben auch herausgefunden, was hier in der Mine abgebaut wird. Es ist vor allem Gold und die Gegend sei sehr Quecksilber verschmutzt. Mein Körper hat sich gut gehalten und keine Probleme gegeben. Blutdruck und Puls normal, dank Medikamenten und langer Akklimatisierung in Sucre.

