San Pedro de Atacama

Donnerstag, 5. Februar 2026 

Das Wäldchen besteht aus alten Tamarugo Bäumen. Sie haben tiefe Wurzeln, überlebt beinahe ohne Regen und wird bis zu 15 Meter hoch. Er hat lange Dornen an den Ästen, kommt mit salzigem Boden zurecht und dient den hier lebenden Ziegen, Schafen und Eseln als Nahrung. Früher gab es noch einige Wälder. Sie wurden zurzeit vom Salpeterabbau abgeholzt. Heute sind die restlichen Wälder geschützt.

Am Morgen sind um uns etwa 50 blaugrün schimmernde Libellen geschwirrt. Leider konnte ich sie nicht ablichten, sie sind viel zu schnell und sitzen nie ab.

Wir haben Tickets für die Lagunen Miscanti und Minques gekauft. Es ist ein wenig kompliziert und man muss einen langen Fragebogen ausfüllen. Manfred hat alles gemacht und mit Kreditkarte bezahlt. Davon hat er dann ein Foto gemacht. 

Die Teerstrasse führt zuerst entlang dem Salar Atacama. Danach führt sie ins Landesinnere nach Socaire, das auf 3300m liegt. Bei 3800m biegen wir in eine Schotterpiste ein. Die führt auf 4200m Höhe zum Eingang der Lagunen.

Ein Barriere und ein junger Mann hindern uns am Weiterfahren. Oh nein, das Foto gilt nicht als Eintritt. Wir sollten ein E-Mail bekommen haben! Da oben haben wir kein Internetempfang. Aber vielleicht kam ja vor unserer Abfahrt im Wäldchen ein E-Mail. Tatsächlich, wir dürfen hineinfahren. In der Hütte wird von Hand ein Billett ausgestellt!! Auf dem Dach hockt ein Vogel. Ein anderer Mann erklärt anhand einer Tafel und einer Miniaturanlage, was man darf und was nicht. Ich kann schon verstehen, dass sie diese Geldquelle schützen wollen. Pro Stunde dürfen nur eine bestimmte Anzahl Besucher hinein. Man darf nicht ans Wasser und muss überall innerhalb der Steinbegrenzung bleiben. Nebst der wunderbaren Landschaft mit den hohen Bergen, sehen wir Vicunas, eine Lama Art, Flamingos und andere Wasservögel. Allerdings sind sie weit weg. Manfred spürt die Höhe, es ist ihm schwindlig. Als er mit Aargauer Touristen redet, geht es ihm besser. 

Wir fahren wieder hinunter auf 2500m und besuchen den Ort Peine. Er soll mal Charme gehabt haben schreibt jemand. Aber seit hier in der Gegend Lithium abgebaut wird, nicht mehr. Ich kann dort nirgends einen vergangenen Charme entdecken. Es gibt 3 Strassen den Hügel hinauf und ein paar Querstrassen. Die Häuser sehen aus wie überall hier und die Hütten auch. Wir fahren auf der kleinen Strasse wieder zurück und halbwegs in den See hinein. Aber wir sehen nichts Spezielles und drehen wieder um. Wir wissen nicht, wo wir schlafen sollen, es ist 30 Grad und kein Schatten. So entscheiden wir, wieder zum Wäldchen zu fahren und dort ein zweites Mal zu übernachten.

Beim Kreuz ist das Wäldchen.

Empfohlene Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert