Mittwoch, 28. Januar 2026
Auf beinahe 3000m Höhe habe ich gut geschlafen. Es war eine Premiere.
Um 9 Uhr sind wir losgefahren. Wir sind gespannt was uns erwartet. Man hat uns berichtet, für den Aufstieg zum Gipfel für den Pass del Agua Negra brauche man bis zu 3 Stunden und hinunter etwa 4. Bis auf die Höhe von 3100 Metern ist die Strasse geteert. Danach gibt es Piste. Sie ist aber in einem guten Zustand.
Es soll ein Projekt für einen Tunnel geben. Auf dem Weg ist das gross angeschrieben.














Oben angekommen steigen wir aus und wundern uns, dass auf 4700m kein Schnee liegt. Auch wenn man weiter nach oben sieht, bemerkt man nur ein paar kleine Schneefelder. Das soll Büsserschnee sein.
Es ist mir ein wenig Sturm im Kopf und ich habe das Gefühl ich müsse zwei Mal atmen, um genügend Sauerstoff zu bekommen. Das kann aber auch nur Einbildung sein. Nach kurzem Aufenthalt nehmen wir die Abfahrt in Angriff.








Wahnsinn, was da an Farben an den Bergen klebt. Wer hat da seine Farbresten entsorgt? Ich schaue und staune. Wir sind beinahe allein unterwegs und so kann Manfred langsam fahren und die Umgebung auch geniessen. Etwa halbwegs vor dem chilenischen Zoll steht ein Auto auf der Seite. Ein Mann steht daneben und scheint auf etwas zu warten. Wir halten an und erkundigen uns.
Sein Auto ist defekt. Wenn er am Steuerrad dreht, geht nichts mehr. Er wartet auf den Abschleppdienst.























Später am Zoll treffen wir ihn wieder an und der Abschleppwagen überholt uns.
Am Zoll werden wir nun schon zum zweiten Mal vom chilenischen Beamten auseinandergenommen. Die Männer sind aber sehr freundlich.
Auf 3100m ist auch die chilenische Seite geteert. 44 Kilometer vor Vicuna sehe ich Tücher am Berghang. Gleich darauf stellen wir fest, dass hier Rebstöcke damit bedeckt sind. Bis nach Vicuna wachsen Reben oder sie sind verdorrt. Die zerschlissenen Tücher flattern im Wind. Wassermangel setzt den Reben zu. Hier wird der Pisco gemacht. Vielleicht schauen wir uns morgen an, wie das passiert. Wir haben einen kleinen Campingplatz gefunden und Bruno und Ursi aus der Schweiz getroffen. Sie sind schon längere Jahre unterwegs, mit Pause. Sie kommen vom Norden.






