Dienstag, 27. Januar 2026
Gestern Nacht hat es gegen 21 Uhr angefangen ohne Unterbruch zu blitzen und zu donnern. Als wir um 23 Uhr in die Federn krochen, hielt das Donnerwetter immer noch an. Geregnet hat es nicht viel.
Ich trug schon mein Nachthemd, als ich noch ein letztes Mal vor dem Schlafen zur Toilette wollte. Da klebte über der Türe eine Spinne, etwa so gross wie ein 5 Franken Stück. Ich wollte sie mit einer Serviette fassen und nach draussen spedieren. Da nahm sie einen Satz in mein Nachthemd und von dort zu Boden. Leider musste sie ihr Leben lassen, als ich sie am Boden packen wollte.
Am Morgen haben wir uns von den 4 Fahrradfahrern verabschiedet und am Tor für den Campingplatz bezahlt. Ein junger Angestellter, der englisch versteht, gab uns eine Beschreibung des Parks in Englisch. Sehr zuvorkommend und nett!


Wir müssen einen Pass überqueren. Wir sehen, dass es wahrscheinlich andernorts mehr geregnet hat. In der Strasse liegen, Sand, Geröll und sogar kleine Felsbrocken. Danach geht es 16 Kilometer geradeaus zur nächsten Bergkette. Unterhalb liegt der Ort Jachal. Dort tanken wir. Da der Ort gross ist, probiert es Manfred nochmals eine Gaskartusche zu erhalten. Aber in 4 Geschäften gibt es nur Absagen.


















Der nächste Pass ist schon ein bisschen kriminell. Die Strasse ist schmal und zum Teil abgerutscht. Nur teilweise Leitplanken in sehr steilem Gelände. Es taucht ein See auf. Niemals hätte ich hier ein solches Gewässer erwartet. Nun ist die Landschaft wieder flach und wir sind auf 1800m. In der Ferne wieder eine Bergkette. Unvermittelt stehen wir vor dem argentinischen Zoll. Im ersten Häuschen ist niemand und so fahren wir in den Schatten unter das Dach. Ein Beamter weist uns dann zur Seite und dirigiert uns zum richtigen Schalter. Der Mann hinter der Glasscheibe will den Laufzettel, den wir doch im ersten Häuschen bekommen haben! Nein, haben wir nicht, da ist niemand! Doch dort ist jemand! Also sind wir hingelaufen und haben niemanden gesehen. Manfred geht nah an die Scheibe und äugt weiter nach hinten. Olla! Da kippt der Stuhl und der schlafende junge Beamte fällt beinahe zu Boden. Doch danach bekommen wir den Laufzettel ruckzuck. Auch der Rest der Grenzformalitäten ist kein Problem. Wir müssen den Laufzettel in 38 Kilometer abgeben. Alles klar.














Wieder hat uns eine Gerade. Für argentinische Verhältnisse ist die Strasse in einem super Zustand. Sie muss neueren Datums sein. Langsam, aber stetig klettern wir auf knappe 3000 Meter. Den Laufzettel werden wir auch los. Auf einem Parkplatz halten wir an. Den grossen Pass wollen wir erst morgen befahren.








