Sonntag, 25. Januar 2026
Es geht früher los als gestern. Manfred meint, da heute Sonntag ist und nicht viele Leute unterwegs sind, könnten wir nochmals Richtung Stadt fahren. Er möchte eine Gaskartusche für den Grill kaufen. Leider gibt es das Gewünschte in dem Geschäft aber nicht. Wir fahren zurück zur Strasse Nummer 40. Die Stadt wirkt wie ausgestorben.


An der Strasse Nummer 40 wird scheinbar schon lange gearbeitet. Es stehen Brücken da, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben aber nie genutzt wurden. Wir werden umgeleitet und wieder umgeleitet. Manchmal ist das neue Trasse gemacht, manchmal sogar schon halbwegs geteert. Es sieht chaotisch aus und so, als würde im Moment gar nicht an der Strasse gearbeitet. Dann kommt eine Zahlstelle. Es sieht sehr Pampa mässig aus und doch sehen wir dazwischen auch wieder Rebfelder. Lastwagen mit Tomaten kommen uns entgegen. Wir sehen aber nirgends Tomatenpflanzen. In der Nähe der ausgedehnten Rebfelder sind neue Siedlungen entstanden. Alles die gleichen kleinen Häuschen.
















Wir fahren nicht bis San Juan, sondern drehen vorher ab. Es gibt wieder lange gerade Strecken. Richtig langweilig. In Marayes biegen wir von der 141 auf die 510 ab. Eigentlich eine Nebenstrasse, aber sie ist in einem sehr guten Zustand. Links von uns eine Hügelkette, rechts die flache Weite. Am Strassenrand wächst hellgrünes Gras. Die Strasse ist wie ein Wellblech gebaut. Das heisst, es geht in kurzen Abständen auf und ab. Ich komme mir vor wie auf einer Achterbahn. Immer am unteren Teil des Wellblechs, kommt ein Bach von der Hügelkette. Jetzt führt kein einziger Wasser, aber man sieht am Geschiebe auf der Seite, dass wenn da Wasser kommt, Vorsicht geboten ist. Es kommen grosse Steine und viel Sand und Kies mit. Draussen ist es schlappe 34 Grad heiss und der Wind bläst stark.








Plötzlich kommen die Hügel näher und sie sind zu unserem erstaunen grün überwachsen. Wir sehen auch in die grüne Weite. Wunderbar für das Auge. Auf den Hügeln wachsen Säulenkaktus. In San Agustin gibt es einen Gemeindecampingplatz und den benützen wir für die Nachtruhe. Ich hoffe, es kühlt ein wenig ab. Argentinien leidet unter einer ausserordentlichen Hitzewelle.







