Montag, 12. Januar 2026
Wir haben uns entschlossen heute schon die Fähre nach Hornopirén zu nehmen. Daher müssen wir nach Chaitén fahren und Fahrkarten kaufen. Im Internet will es einfach nicht funktionieren. Es wird nur die umgekehrte Reise angeboten. Zuerst möchten wir noch Früchte und Gemüse einkaufen, vielleicht auch noch Fleisch. Zwei Geschäfte sind gar nicht offen und in anderen zwei wird mir schlecht, wenn ich das Angebot von Gemüse und Früchte ansehe. Fleisch liegt unverpackt in Körben gefroren in Truhen. Jeder kann da sein Hähnchenbein aussuchen und in eine Plastiktüte packen.


Ein winziger Laden sieht von aussen wie eine Bäckerei aus. Ist es aber nicht, sondern ein Tante-Emma-Laden, geführt von einem älteren Herrn. Er hat Birnen und Äpfel im Angebot, die mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Wir finden eine Bäckerei und können mal dunkle Brötchen kaufen.


Die Fahrkarten werden von einer Dame ausgestellt. Wieder ist es ein Prozedere. Passnummer, E-Mail-Adresse usw.
Chaitén wurde 2008 vom gleichnamigen Vulkan mit 20 Zentimeter Asche bedeckt. Niemand hätte gedacht, dass der seit 9000 Jahren schlafende Vulkan (962m) ausbricht. Alle fürchteten sie den grossen Nachbarn Vulkan Miehimahuida (2404m). Die Stadt wurde wieder aufgebaut.






Wir machen uns auf den Weg. Bis St. Barbara ist die Strasse geteert. Wir machen am Strand Mittagshalt. Danach hat uns der Urwald wieder. Fremde Vogelstimmen schallen an mein Ohr. Ich komme mir vor wie in einem Film über den Regenwald. Manfred meint, es fehlt nur noch der Schrei von Tarzan. Einige Autos sind in gleicher Richtung unterwegs wie wir. Ein alter blauer VW-Bus kommt uns entgegen. Hallo Walti, bist du das?












Um 17:30 Uhr soll man bei der Fähranlegestelle sein. Wir sind kurz nach 17 Uhr dort. Die Fähre soll um 19:30 ablegen. Bis um 19 Uhr geht gar nichts ausser warten. 19:10 Uhr einschiffen, 19:25 Uhr Abfahrt. Die Überfahrt dauert nur 30 Minuten. Danach muss man 10 Kilometer auf geteerter Strasse fahren und wieder auf die nächste Fähre warten. Sie ist grösser und fährt kurz nach 22 Uhr ab. Es steht geschrieben, sie hat für die Weiterreise 4 Stunden. Da man in der Nacht nichts sieht, legen wir uns in unserem Bett schlafen.






















Wir sind ganz knapp bereit, als wir die Fähre verlassen dürfen. Manfred sucht in der Nacht, einen Stellplatz. Er fährt an den Fluss Rio Negro, wo wir feststellen, dass wir nicht die Einzigen sind, die einen Standplatz suchen.




