Dienstag, 30. Dezember 2025
Wie der Wetterbericht voraussagte, es ist heute regnerisch und neblig. Trotzdem fahren wir zum grossen Wasserfall. Schon von der Strasse aus kann man ihn sehen. Doch man muss noch ein paar Kilometer fahren und dann noch ein bisschen laufen. Der Wind holt nach, was er gestern versäumt hat. Wir bestaunen den Wasserfall und vor allem die Farbe.
Als wir zurück zum Auto laufen, erfasst mich eine Windböe und schiebt mich vorwärts. Ich kann schon rennen, ich bin aber kein Gepard. So bin ich froh, dass Manfred ein paar Meter vor mir läuft und mich auffängt, sonst wäre ich auf die Nase geflogen.Wenn man das einmal erlebt, dann kann man auch verstehen, dass ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit die Wanderwege geschlossen werden.











Wir hoffen, dass wir an der Laguna Amarga die Türme von der hinteren Seite sehen. Aber wir warten vergebens über eine Stunde, dass sich der Nebel lichtet. Am Lago del Toro sehe ich in den Rückspiegel und tatsächlich kann man die Torres schemenhaft erkennen. Manfred muss sofort anhalten, damit ich ein Bild machen kann.





Wir erreichen die Grenze zu Argentinien. In Chile geht es ruckzuck und wir können weiterfahren. Dieses Mal habe ich nichts entsorgt und ich lasse es wegen einer Banane, die ich angeben werde, darauf ankommen. Auf der Grenze im Niemandsland, wechselt die gute chilenische Strasse um, in eine Schotterpiste. Der argentinische Zoll ist ein kleines Häuschen. Auch hier geht alles sehr schnell von statten. Nach etwelchen Sachen, die man verzollen sollte, fragt niemand.






Zuerst fahren wir noch Piste, danach kommt Teer. Auf den Wiesen blühen gelbe Blumen. Am Strassenrand wiegen sich Margariten im Wind. Vor uns ein Motorradfahrer, der mit dem Wind kämpft und ein bisschen weiter vorne liegt ein langer Wohnwagen auf der Seite. Die Polizei ist schon da.










Als Manfred sieht, dass es wieder geradeaus in die Pampas geht, will er sofort umdrehen. Aber leider müssen wir eine Weile so fahren. Es hat viel Staub in der Luft. Kein Wunder bei diesem Wind. Man muss höllisch aufpassen, dass man nur eine Autotür aufs Mal aufmacht und auch auf welcher Seite. Pinkeln geht auch nicht draussen.
Bevor wir El Calafate erreichen, geniesst man einen Blick über die weite Ebene bis zum Lago Argentino. Wir finden spät einen Campingplatz und müssen zuerst wieder die Sim-Karten wechseln.





Wir wünschen allen ein gutes Neues Jahr!

