Sonntag, 21. Dezember 2025
Heute treten wir also den Weg Richtung Norden an. Wir haben festgestellt, dass hier am Ende der Welt im Süden, die Moskitos genau so fett und gefrässig sind wie im Norden in Alaska. Obwohl wir hier mit Alaska mit dem Breitengrad nicht konkurrieren können. Denn würde man den Äquator als Mitte nehmen und dann Ushuaia nach oben schlagen, denn liegt es auf der Höhe von Flensburg oder der Insel Sylt in Deutschland. Also noch weit weg vom Nordkap oder Dead Horse in Alaska. Wir haben diesen Morgen noch genutzt, eine Dusche zu nehmen. Wer weiss wann wir das nächste Vergnügen haben.



Es scheint so, als würde hier, ohne zu fragen, überall wo es Platz hat oder es einem gefällt eine Hütte aufgestellt. Manchmal sieht es richtig grässlich aus. Dann wieder gibt es schöne Feriensiedlungen. Wir verabschieden uns vom Hafen und den Ausläufern der Anden. Denn bald wird uns die Ebene und der Wind wieder langweilen. Gerade als wir Ushuaia verlassen wollen, steht eine Polizeikontrolle da. Man muss blasen! Eine Polizistin trägt ein Gerät, das aussieht, wie wenn man beim Arzt das Lungenvolumen messen muss. Also mit den Lippen ein grösseres Röhrchen umschliessen und kräftig ausatmen. Das macht sie vor und gibt dann das Gerät ins Auto, durch das Fenster. Der Autofahrer kann weiterfahren. Sie hält das Gerät mit der Hand, dort wo der Autofahrer hineingeblasen hat. Der nächste kommt dran und am Gerät wird nichts gewechselt!!! Manfred sieht mich ungläubig an. Wir sind dran, werden aber durchgewunken. Manfred schnauft erleichtert aus und sagt: «Da brauchst du aber um zu desinfizieren mindestens 2 Schnaps!»














In Tolhuin, wo wir campiert haben, als wir südlich fuhren, sind wir an den Lago Fagnano gefahren, um zu essen. Es ist schon frappant, wie der Wald und die Berge den Wind im Zaun hielten. Ab Tolhuin bläst er wieder ungehindert. In Rio Grande fahren wir an den Strand und stehen über Nacht auf einem Parkplatz. Als wir ankamen, lag das Wasser des Meeres noch weit draussen. Nun ist es schon beinahe bei uns angekommen. Auf dem Spielplatz steht ein Weihnachtsbaum aus Lichtern. Obwohl nun schon der 4. Advent ist und es auch so kalt ist wie in der Schweiz, fühle ich keine Weihnachtsstimmung. Heute ist auch noch der längste Tag auf dieser Seite der Erdkugel.





















