Samstag, 13. Dezember 2025
Wir sind früh wach und sehr froh, haben wir die Bettdecke gestern Nacht in Betrieb genommen. Es ist kalt heute Morgen. Aber die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Der Wind ist aber schon heftig am Blasen. Wir verlassen den Steinbruch und suchen eine Tankstelle auf. Dort ist der Tankwart in Winterkleider eingemummelt. Wir müssen den langweiligen Weg zurückfahren. Eines ist gut daran. Manfred kann den anderen Arm trainieren das Lenkrad gegen den Wind zu steuern. Auf der Strecke halten wir kurz an. Ich will die alten Schienen und den Wasserturm fotografieren. Auch die erste Ortschaft an der Strasse nach Puerto Deseado wird verewigt. Mir gefällt der weisse Schriftzug mit dem Herzen.








Jetzt dürfen wir den Abzweiger zum versteinerten Wald nicht verpassen. Aber zuerst fahren wir hinunter. Es sieht beinahe so aus, als würden wir in einen grossen Krater fahren. Aber es ist das breite Tal, das der Rio Deseado in die Landschaft gerissen hat. Jetzt ist er hier aber nur noch ein Rinnsal. Kein Vergleich mit dem Fluss über dem wir heute Nacht geschlafen haben. Wir sehen noch ein paar Nandus und biegen dann ab auf die Schotterstrasse zum versteinerten Wald. Es dauert etwa eine Stunde, bis wir dort ankommen. Unterwegs ändert die Landschaft immer wieder. Der Wind treibt den Sand durch das Tal. Es sieht aus, als würde hier jemand abbauen, das furchtbar staubt. Aber es ist nur der Wind, der sich hier austobt.
















Im kleinen Museum sind versteinerte Föhrenzapfen ausgestellt. Auch über das wie und warum der Versteinerung ist viel geschrieben, was wir natürlich wieder einmal nicht verstehen. Wir machen uns auf die einstündige Rundtour, um die versteinerten Baumstämme zu bewundern. Es sind einige riesige Exemplare und auch kleinere Stücke. Auf dem ganzen Areal liegen auch kleinste Stücke herum. Ein mancher Besucher wird versucht sein, so ein Stück als Andenken mitzunehmen. Es ist verboten und ich wundere mich am Schluss, dass das niemand kontrolliert. Der Weg ist manchmal gesäumt mit schwarzem Lavastein. Wir sind beeindruckt von der Grösse der Bäume und der Anzahl.
















Manfred geht sich im Museum verabschieden und ich laufe zum Auto. Ich schaue auf das vordere, rechte Rad und mir schwant nichts Gutes! Plattfuss!Manfred wechselt das Rad. Eigentlich wollte er sowieso die beiden Reserveräder vorne drauf montieren und die jetzigen vorderen Räder als Reserveräder brauchen. Aber nicht unter diesen stürmischen Bedingungen. Nach 30 Minuten ist die Arbeit erledigt und wir können Richtung Puerto San Julian aufbrechen. Auf der Schotterpiste zurück und dann wieder Teerstrasse.










Schon während der Besichtigung der versteinerten Bäume verdüsterte sich der Himmel. All der Sand in der Luft lässt den Himmel aussehen, als würde es jeden Moment zu regnen beginnen. Dem ist aber nicht so. In Puerto San Julian haben wir spät, wegen des Reifenwechsels, einen Campingplatz bezogen.

