Rada Tilly – Puerto Deseado

Freitag, 12. Dezember 2025

Es ist kühl geworden in der Nacht. Da der Wind am Morgen nur säuselte, konnte Manfred den Storen mit einem neuen Spannset befestigen. Kaum fertig, legte der Wind sofort wieder zu. Die ersten paar Kilometer, bis Caleta Olivia sind noch abwechslungsreich, da die Strasse am Meer entlangführt und etliche Kurven enthält.

Danach wird es aber wieder langweilig. Nach der Abzweigung von der 3 Richtung Puerto Deseado, ist es wieder flach wie eine Flunder und die Strasse schnurgerade. Auf der einen Seite sieht man noch die alten Geleise. Es gab mal eine Bahnstrecke hier, die in den 70iger Jahren geschlossen wurde. Ein paar Ruinen an der Strecke waren wohl mal Bahnhöfe. 

In Puerto Deseado suchen wir zuerst den Campingplatz auf. Der schreckt uns aber ab, da er in einem Zustand ist, der uns nicht gefällt. Scheinbar hat nach Covit das Interesse an den Campingplätzen abgenommen. Es sind einige nicht mehr so großartig wie noch in der Reise mit Sea Bridge beschrieben.

Wir besuchen den alten, schon lange still gelegten Bahnhof. Er ist restauriert worden und beherbergt 2 Museen. Das eine hat nur am Wochenende geöffnet und das andere öffnet gerade, als wir ankommen. Es erzählt die alte Geschichte der Ortschaft. Werkzeuge, Alltagsgegenstände und Waffen der Ureinwohner sind ausgestellt. Dazu Gegenstände der ersten Einwanderer. Die Geschichte ist interessant. Auch Charles Darwin war hier. Der Streit um die Falkland Inseln hat hier begonnen. 1615 lief der holländische Kapitän Willhelm Schuiten den Hafen von Puerto Deseado an. Eines seiner Schiffe, die Horn verbrannte dabei. Nach diesem Schiff benannte er die Südspitze von Feuerland, Kap Horn.

Da wir keinen Nutzen vom Campingplatz sehen, fahren wir am Strand des Flusses Deseado entlang und platzieren uns in einem Steinbruch mit Flusssicht. Dabei sind wir vor den grössten Windböen geschützt.

Empfohlene Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert