Pucon – Chillan

Montag, 19. Januar 2026

Wir müssen zurück auf die Panamericana fahren. Es ist ein strahlender Tag und es soll heute sehr heiss werden. In Villarrica fahren wir dieses Mal am See entlang. 

An der Autobahn entlang werden die Getreidefelder abgeerntet. Staub liegt in der Luft. Oder ist das Rauch von den naheliegenden Waldbränden? Wir begegnen auch zahlreichen Lastwagen mit Holzladung.

Kurz bevor Collipulli, wo der erste Waldbrand wüten soll, können wir den Rauch am Himmel erkennen. Die Getreidefelder sind verschwunden, dafür stehen jetzt Eukalyptuswälder nahe der Autobahn. Ganze Hügel sind abgeholzt, andere frisch angesetzt. Der Rauch wird immer beissender.

Kurz bevor wir den Wasserfall von Laja erreichen, lichtet sich der Rauch ein wenig. Wir steigen aus, um den Fall von nahem zu besichtigen. Es erschlägt uns beinahe. Das Thermometer zeigt 36 Grad! Obwohl da viele Verbotstafeln stehen, wird im Fluss gebadet. Wer kann es ihnen verdenken bei dieser Hitze!

Ganz in der Nähe finden wir einen schattigen Campingplatz am Fluss. Manfred will jetzt endlich seine Hängematte benutzen. Neben uns zeltet eine grosse Familie. Ich will die Bilder von der Kamera auf den Laptop überspielen, da heult der plötzlich ohrenbetäubend los. Dann unsere beiden Natels und ringsherum passiert dasselbe mit ihren Handys. Auf meinem steht, sofort evakuieren! Ja gut, aber wohin? Ich frage die Familie nebenan, die schon am zusammenpacken ist. «Nicht hierbleiben,» ist die Antwort. «Entweder zurück nach Los Angeles oder weiter nach Chillán. Das Feuer von Concepcion breitet sich in unsere Richtung aus.»

Wir packen auch zusammen und fahren Richtung Autobahn. Von Rauch sehen wir nichts. Aber da wir nicht wissen was los ist, fahren wir Richtung Chillán. Mit jedem zurückgelegten Kilometer wird der Rauch dichter. Auch in Chillán sieht es nicht besser aus. Aber ein paar Kilometer weiter kann man es aushalten. Wir übernachten auf einer Tankstelle an der Autobahn. Schade für den schönen Campingplatz. 

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