Hornopirén – Ensenada

Mittwoch, 14. Januar 2026 

Für heute ist Regen angesagt. Als wir losfahren, ist es erst mal bedeckt. Wir fahren in die Mitte der Ortschaft. Vor dem Town Council ist die Strasse bemalt. Davor steht noch der Christbaum. Die Bänke in der Begegnungszone sind auf Vulkangestein montiert. Eine Kirche aus roten Schindeln ist verschlossen. Wir wundern uns seit geraumer Zeit. Südamerika ist doch sehr katholisch. Aber Kirchen sieht man eigentlich wenige.

Bis Puelche ist die Strasse geteert, obwohl in der Karte etwas anderes vermerkt ist. Uns soll’s recht sein. Ein Hund mit einem Huhn in der Schnauze rennt Manfred vor das Auto. Manfred kann noch bremsen und der Hund lässt vor Schreck das Huhn fallen. Ob das Federvieh überlebt hat, wissen wir nicht, denn das nachfolgende Auto hat uns die Sicht verdeckt. In der Gegend wird viel Honig verkauft und in einigen Gärten stehen Bienenkisten in allen Farben. Neben den wenigen Häusern sind Gemüsegärten angelegt. Das haben wir auch schon lange nicht mehr gesehen. Was man hier aber viel sieht, sind Hortensien in der Farbe Blau.

Nach Puelche schlucken wir wieder Staub. Im schmalen Meeresarm bis nach Ralun wird im grossen Stil Lachs gezüchtet. An einer grossen Halle habe ich «Salmon Austral» gelesen. Tankwagen fahren vor uns und kommen uns entgegen. Sie führen Sauerstoffzylinder mit sich. Manfred denkt, dass in den Tankwagen junge Lachse transportiert werden, wegen des Sauerstoffs. ????

In Puelo machen wir Mittagshalt und es fängt an zu tröpfeln. Ein kleines Stück der Strasse ist geteert. Danach wird die Strasse zum Teeren bereit gemacht. Baumaschinen behindern den Verkehr und es fängt immer heftiger zu regnen an. Wir sind froh, dass 5 Kilometer vor Ralun wieder Teerstrasse befahren werden kann. Jetzt sieht man von der Gegend gar nichts mehr. Einerseits weil wir in einem grünen Tunnel fahren und andererseits, weil es stark regnet.

In Ensenada finden wir gegenüber der Feuerwehr einen Parkplatz im Grünen. Ich glaube hier können wir beruhigt schlafen. 

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