Puerto Rio Tranquilo – Coyhaique

Donnerstag, 8. Januar 2026

Punkt 8:30 Uhr stehen wir beim Tourenanbieter. Wir wollen die Cathedral del Marmol ansehen. Doch zuerst müssen wir ein Formular ausfüllen. Im Falle eines Unglücks muss jemand benachrichtigt werden und der Veranstalter lehnt jede Haftung ab. Ein kleiner Fussmarsch und wir warten auf das Boot, dass von Gegenüber angetuckert kommt. Der See ist heute ruhig, oder besser gesagt, der Wind ist gnädig mit mir. 

Die Fahrt soll laut Guide 15 Minuten dauern. Wir fahren zuerst zu einem gekenterten Schiff. Leider spricht der Guide nur spanisch.Wir sind natürlich nicht allein unterwegs. Viele Boote fahren zu der Sehenswürdigkeit. 

Die Höhlen im Wasser sehen fantastisch aus. Der Fels sieht aus wie Elefantenhaut oder so ähnlich. Im Gestein sind Marmorstreifen enthalten. Der See ist so blau und für uns kommt sogar noch die Sonne kurz aus den Wolken. Ich mache über 100 Fotos und filme auch. Zuletzt bestaunen wir einen Felsen, der frei im See steht. Wir fahren rundherum und ein bisschen hinein. Grandios, was Fels und Wasser miteinander produzieren. Dieser Fels wird Cathedral genannt. Die Rückfahrt ist dann nicht mehr so sanft! Der Wind hat aufgefrischt. Der Ausflug dauert bis kurz vor 12 Uhr.

Wir nehmen den weiteren Weg gegen Norden in Angriff. Da spielt sich im Camper folgende Unterhaltung ab.

Manfred: Ich habe kein gutes Gefühl wegen den Reifen.

Gaby: Warum?

-Weil ich den Plattfuss gestern nicht von selbst bemerkt habe!

-Jetzt bekommen wir keinen Plattfuss mehr! Wie heisst es so schön, aller guten Dinge sind drei!

-Oder es kommt eine andere Lebensweisheit zum Zug: Keine Regel ohne Ausnahme!

Wir fahren bis zum Ende des Sees. Danach begleitet uns der breite Fluss Murta. Die Staubstrasse schlängelt sich durch den Wald. Am Strassenrand blühen Lupinen und wächst der Riesenrhabarber. Die ganze Flora ist voller Staub, wie wir auch. Die Strasse wird breiter und ist auch mehr mit dem Schotter bedeckt. Dieser Abschnitt der Strasse ist bis jetzt der staubigste und schüttelt am meisten. Das geht so etwa 50 Kilometer. Dann endlich am Strassenrand das Signal, dass in 100 Metern die Staubstrecke zu Ende ist.

Wunderbar, wieder auf der Betonstrasse zu fahren. Wir bewältigen einen kleinen Pass und geniessen eine tolle Aussicht. Auch die Hinunterfahrt ist sehenswert. Es sieht beinahe so aus wie bei uns in der Schweiz.

Ein lauter Knall. Ich: «Was war das? Ist die Badzimmertüre aufgegangen?» Manfred: «Nein, der vierte Plattfuss!» Tatsächlich wieder hinten links ein richtiger Plattfuss! Kein bisschen Luft mehr im Reifen. Warum platzt der auf der guten Strasse? Manfred muss wieder mal Rad wechseln und meint, dass er nach dieser Reise zur Formel 1 Rad wechseln gehen kann.

Wir fahren bis Coyhaique und finden einen netten Campingplatz. Wir sind beide sehr müde. Es war ein langer Tag, denn auf dem Campingplatz kommen wir erst um 20 Uhr an.

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1 Kommentar

  1. Es ist so schön Euch folgen zu können. Diese Höhlen sind so unfassbar schön mit dem herrlich blauen Wasser. Das mit den Reifen ist schon der Wahnsinn und auch die neue Weisheit : keine Regel ohne Ausnahme.
    Weiterhin gute Fahrt und schöne Eindrücke.

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