Montag, 5. Januar 2026
Heute heisst es früh aufstehen. Wir haben einen langen Weg vor uns und erst noch eine lange Besichtigung.
Die Teerstrasse ist in einem schlechten Zustand. Immer wieder werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es Schlaglöcher in der Fahrbahn hat. Dazu fehlt manchmal der Teerbelag ganz. Wenn die Löcher zu gross werden, fährt Manfred manchmal auf dem Bankett.




Zuerst fahren wir noch eine Weile dem Rio Chico entlang. Einfach 53 Kilometer gerade aus!!! In der Ferne sieht etwas komisch aus. Zuerst wie Benzintanks. Danach wie Wohnblöcke. New York City? Erst als ich mein Tele benutze, kann ich nach einigen Kilometern feststellen, dass es Schnee bedeckte Berge sind. Ab und zu eine Farm oder Autos, aber sonst nichts, was an Leben erinnern würde. Auch die Landschaft ist dürr.
In Bajo Caracoles stehen 6 Häuser. Davon eines der Polizei und ein Restaurant/Geschäft. Dort essen wir ein Sandwich mit Salat. Als der Teller kommt, sind wir froh, nicht 2 Menus bestellt zu haben. Ein riesiges Sandwich!!
Draussen bei der Tankstelle, ja da gibt es Benzin und Diesel, treffen wir die zwei Walliser Motorradfahrer an. Sie beklagen sich über die Landschaft. Sie waren in Brasilien und dann in Ushuaia wie wir. Da war es überall schön. Aber hier, nur Wüste!!!











Kurz nach dem Restaurant geht rechts eine Schotterpiste weg. Ungefähr 40 Kilometer, bis man bei den Cueva de las Manos del Rio Pinturas ankommt. Auf der gegenüber liegenden Seite des Flusses liegt auch ein Parkplatz. Von dort muss man aber in den Canon hinunterlaufen und dann wieder hinauf auf unsere Seite. Es ist heute über 30 Grad warm und ich bin froh, dass wir auf dieser Seite des Canons sind. Die Hände darf man nur mit einem Guide anschauen. Wir haben einen jungen Mann, der uns alles auf englisch erklärt. Es ist sehr interessant. Die ältesten Felsenzeichnungen sind ca. 9000 Jahre alt und die jüngsten 1000. Nebst den vielen Händen sehen wir auch Guanakos, Jagdszenen, Echsen und vieles mehr. Auch die Herstellung der Farben erklärt uns der Guide. Es dauert fast zwei Stunden, bis wir wieder abfahren.


















Die ganze Schotterpiste zurückfahren. Wir begegnen einer Schar Nandus, die vor uns die Flucht ergreifen und lange vor uns herrennen. Ansonsten wird es wieder eine langweilige Fahrt durch das schon 4 Wochen gesehene. Eine kurze Fahrt durch ein farbiges, welliges Gebiet. Es sieht aus, als hätte man dort in der Erde gegraben und alles Material wieder hingeschmissen. Minen?
Wir sind froh, als wir endlich Perito Moreno erreichen. Den ganzen Tag über begleiten uns die Linsenwolken. Am Abend scheint es, als wollten bei uns Ausserirdische landen.











