Donnerstag, 11. Dezember 2025
Gerade heute, wo wir viele Kilometer fahren wollen, verschlafen wir! Manfred will unbedingt noch eine kleine Gasflasche für den Grill einkaufen und einen Stecker. Er sucht im Internet und dann im Ort das Geschäft. Leider nicht vorhanden, aber im nächsten Geschäft wird Manfred wenigstens fürs Gas fündig. Also nichts wie los jetzt!
Manfred fährt etwa 12 Kilometer, dann werde ich stutzig. Wir müssen doch zuerst zurück, von wo wir gestern herkamen, bemerke ich. Hier sieht es aber ganz anders aus als gestern. Ich kontrolliere und tatsächlich fährt Manfred genau in die entgegengesetzte Richtung. Also umdrehen! Ein LKW lässt uns lange hinter ihm her kriechen. Der Verkehr lässt eine Überholung nicht zu.




Es sieht wieder aus wie gestern, nur werden die gelb blühenden Büsche immer mehr. Ein Hügel heisst Monte Trieste und ist 400m hoch. Drei Schwertransporte fahren an uns vorüber und ein Sendemast steht einsam in der Pampa. Bald werden es noch mehr. Gelbe Blumen säumen den Strassenrand. Es gesellen sich weiss/rosa Bodendecker dazu. Ich steige aus, um die Blumen von Nahe zu fotografieren. Ich muss die Blütenknöpfe halten, den der Wind hat merklich aufgefrischt. Auf einem Busch Blumen haben die verblühten Blumen einen weissen Klecks. Beim näher Hinsehen entpuppt sich das als eine Art Merengue Masse vor dem Backen. Später verschwinden die gelb blühenden Büsche und andere Blumen stehen am Rand. Ich frage mich, warum die Blumen nur am Rand wachsen und sich nicht in die Pampa ausdehnen. Wir entdecken wieder Schafe.




















Vor uns erhebt sich eine weisse Wand und der Wind entwickelt Sturm Stärke. Es klappert hinten am Auto und ich sehe im Rückspiegel, dass sich der Sonnenstoren gelöst und eine Stütze an den Camper schlägt. Wir stehen voll im Sturm und können das Auto nicht drehen. Manfred sucht einen anderen Gurt, denn der der dran war, haben wir verloren. Danach muss ich die Türe und den Treiber, mit dem man den Storen auf und zu macht halten. Den Treiber, damit der Storen nicht aufgeht und die Türe, damit Manfred nicht eingeklemmt wird. Es dauert einige Zeit, bis im Gegenwind der Gurt sitzt. Für mich ist das schlimmer als eine Stunde im Fitnesscenter. Ich brauche alle meine Kraft!


Wir sind auf 600m.ü.M angekommen und nun geht es wieder hinunter auf Meereshöhe. Wir erreichen Comodore und kommen in den Feierabendverkehr. In Rada Tilly finden wir einen Campingplatz, wo wir vom Wind geschützt sind und uns den Staub vom Leib duschen können.













