Halbinsel Baru Santa Ana – Camping El Manantial

Freitag, 22. Mai 2026

Am Morgen besucht uns ein blauer Ara. Als ich die Kamera im Anschlag habe fliegt er davon. Nachdem wir aufgeräumt und uns von Adolf verabschiedet haben, fahren wir Richtung Cartagena. Ich muss 2 Koffer kaufen, denn wir haben am Anfang unserer Reise die Koffer stehen lassen. Sie hatten keinen Platz im Camper.

In einem grossen Einkaufszentrum suche ich Koffer. Ich frage einen Verkäufer, der mir einen zerknautschten kleinen Koffer zeigt und einen grösseren, der aber keinen Preisaufkleber hat. Bei einer Verkäuferin will er Auskunft über den Preis einholen, die auf ihrem Tablet den Preis sucht. Ich drehe mich um und sehe ein ganzes Palett voller noch in Plastik eingewickelter Koffer in drei Grössen. Ich laufe hin und nehme das ganze Palett auseinander. Ich greife mir einen kleinen und mittleren Koffer und gehe zurück zur Verkäuferin mit Tablet. Der Verkäufer mitsamt Koffer ist verschwunden.

Ich marschiere zur Kasse und da steht der Verkäufer mit Koffer. Ich erkläre ihm, dass ich diesen nicht mehr wolle und bezahle die beiden von mir ausgesuchten Koffer. Schon am Ausgang holt mich die Kassiererin ein und meint, sie habe einen Fehler gemacht. Sie will den Kassenbon zurück und läuft mit ihm eine lange Treppe hoch, bis sie verschwindet. Es dauert 15 Minuten, bis sie zurück ist. Die deutet mir an ihr zu folgen und die Koffer bei der Kasse stehen zu lassen. Sie geht mit mir eine Treppe in den Keller hinunter in ein kleines Büro, wo Garantiefälle und Rückgaben bearbeitet werden.

Die Dame vor dem PC will meinen Pass und meine E-Mail-Adresse. 

Hallo und warum und was ist da eigentlich los? Ich nehme mein Handy hervor und per Übersetzungsprogramm frage ich warum. Sie will in mein Handy sprechen, das funktioniert aber nicht ohne Internet. Sie macht vom Geschäft aus einen Hotspot und erklärt mir, dass die Kassiererin zwei kleine Koffer verrechnet hat, anstatt einen kleinen und einen mittleren. Jetzt muss sie mir einen kleinen vergüten und den anderen neutippen. Das geschehe über die E-Mail Adresse und dazu bräuchte sie auch meine Passnummer! Das alles braucht natürlich sehr viel Zeit. 

Als das alles erledigt ist geht es zurück zur Kasse. Ich muss den mittleren Koffer noch bezahlen minus einen kleinen Koffer. 

Nun habe ich 2 Kassenbon und marschiere zum Ausgang. Dort steht immer ein Kontrolleur, schaut den Kassenbon an und scannt ihn. Er sagt, der Kassenbon und die Koffer nicht übereinstimmen. In der Zwischenzeit ist beinahe eine Stunde vorbei und ich bekomme langsam, aber sicher einen Wutanfall. In harschem Ton erkläre ich dem Herrn, dass ich bezahlt habe und jetzt endlich diesen Laden verlassen wolle. Er holt die Kassiererin per Telefon zu sich. Die beiden diskutieren und er Kontrolleur ruft die Managerin. Ich frage die Dame, ob sie englisch spricht und sie verneint auf englisch. In englisch fordere ich sie auf mich jetzt endlich gehen zu lassen und dass ich nichts dafürkann, wenn die Kassiererin einen Fehler macht. Es sei kein gutes Zeugnis für den Laden, wenn eine Kundin 2 Koffer kaufen will und dafür eine Stunde im Laden steht. Sie gibt mir die 2 Kassenbon und sagt auf englisch, dass ich nun gehen könne und alles in Ordnung sei.

Ich bin total fertig und habe Durst. Manfred hat sich im Auto wartend gewundert, wo ich so lange bleibe.

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